Wie schütze ich andere?

Sei ein Held!

In einer fairen Gesellschaft nimmt man Rücksicht aufeinander. Dazu gehört, sich impfen zu lassen. Denn es gibt Menschen, die sich nicht impfen lassen können, insbesondere Immungeschwächte. Sie sind darauf angewiesen, dass ein möglichst hoher Anteil der Bevölkerung geimpft ist, so dass sie gar nicht erst in Kontakt mit den Krankheitserregern kommen können. Ab einer Impfquote von ca. 95 % kann sich beispielsweise das Masernvirus nicht mehr ausbreiten. Im Idealfall wird die Krankheit so sogar komplett ausgerottet. Diese Schutzwirkung bleibt aber nur bestehen, solange sich genug Menschen impfen lassen.

Impfungen schützen nicht nur die geimpfte Person, sondern auch alle Menschen in ihrer Umgebung. Gemeinsam geschützt!

 

Reiseimpfungen und Partyleben

Das bereichert: Die Welt entdecken, andere Kulturen kennenlernen und raus aus der gewohnten Umgebung! Eine Auszeit ist bei jungen Menschen gerade nach dem Schulabschluss sehr beliebt – Selbstfindung eingeschlossen. Eine Umfrage des Trendence-Instituts unter 21.000 Schülerinnen und Schülern in Deutschland ergab bereits 2017, dass mehr als die Hälfte der Befragten nach dem Abitur zunächst ein Jahr Pause machen möchte, der Großteil im Ausland.

Kim, 21, wird bald nach Peru reisen

Andere Länder bedeutet nicht nur andere Sitten; sie erfordern durch die unterschiedlichen Lebensumstände oft auch andere Impfungen. Es ist wichtig, sich rechtzeitig vor der Reise zu informieren.
Zu den klassischen Reiseimpfungen zählen zum Beispiel Gelbfieber, Cholera, Hepatitis A, Typhus, Tollwut und Japanische Enzephalitis. Die Empfehlungen können je nach Reiseziel ganz unterschiedlich ausfallen. In manchen Ländern müssen bestimmte Impfungen sogar zur Einreise nachgewiesen werden. Deine Hausärztin oder dein Hausarzt kann dir genaue Auskunft geben.

Impfungen und Kinderwunsch

Mit dem Kinderwunsch werden Fragen nach der Zukunft wichtig, vieles ist nicht vorhersehbar. Doch bei der Gesundheitsvorsorge könnt ihr schon im Vorfeld einen wichtigen Beitrag leisten. Denn neben der eigenen Gesundheit geht es nun um den Schutz der nächsten Generation.

Lukas, 25, wünscht sich ein Kind mit seiner Freundin

Damit die Schwangerschaft möglichst komplikationsfrei verläuft und euer Kind gesund auf die Welt kommt, ist es wichtig, den eigenen Impfstatus zu überprüfen und Auffrischungen vorzunehmen. So lassen sich Infektionen während der Schwangerschaft vermeiden und die Mutter wird selbst nicht krank. Das Baby merkt nämlich nicht nur, was die Mutter isst, trinkt oder fühlt – auch Krankheiten wie Masern, Windpocken oder Röteln können auf das Kind übertragen werden und zu schwerwiegenden Schädigungen führen. Damit das nicht passiert, sollte sich das Elternpaar vor der Schwangerschaft impfen. Impfungen mit Lebendimpfstoffen dürfen während der Schwangerschaft nicht gespritzt werden: Vorsorge ist in diesem Bereich also sehr wichtig.

 

Jedes Kind hat das Recht, vor vermeidbaren Krankheiten durch Impfungen geschützt zu werden. Jedes Elternteil trägt die Aufgabe, für diesen lebenswichtigen Schutz zu sorgen.

 

Impfungen mit Totimpfstoffen, wie z.B. gegen Tetanus, Keuchhusten und Diphtherie können grundsätzlich auch während der Schwangerschaft erfolgen. Die Influenza-Impfung wird sogar ausdrücklich für Schwangere empfohlen.

Da das Neugeborene Impfungen wie gegen Tetanus, Keuchhusten und Diphtherie erst ab einem Alter von 2 Monaten erhalten kann, ist es wichtig, dass Kontaktpersonen im nahen Umfeld ausreichend geimpft sind und so keine Ansteckungsgefahr besteht.

Besondere Impfungen im Arbeitsleben

In einigen Berufsfeldern besteht ein überdurchschnittlich hohes Risiko, mit Krankheitserregern in Kontakt zu kommen. In diesen Bereichen ist der Arbeitgeber im Rahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge verpflichtet, die Kosten für erforderliche Impfungen zu übernehmen.

Franzi, 18, beginnt eine Ausbildung zur Notfallsanitäterin

Hier geht es um Berufe, in denen die Beschäftigten biologischen Arbeitsstoffen ausgesetzt sind. Dazu gehört u.a. das Personal im Gesundheitsdienst, wie im medizinischen und zahnmedizinischen Bereich, Pflegeberufe, Notfall- und Rettungsdienst, Arbeit in Laboren und mit Blutprodukten, sowie die FSME-Impfung in Berufen, bei denen die Arbeit größtenteils draußen durchgeführt wird, wie die Forstwirtschaft oder der Gartenbau. Mit entsprechenden Impfungen sind alle, die in diesen Bereichen arbeiten, gut vor Infektionskrankheiten geschützt.

Detaillierte Informationen bekommt ihr von eurer Hausärztin oder eurem Hausarzt.