Grippe (Influenza)

An der Grippe sterben in Deutschland jährlich durchschnittlich 8000 Menschen.

Grippe tritt in Europa üblicherweise im Winterhalbjahr auf (saisonale Grippe). Man geht davon aus, dass etwa alle 30 Jahre  kontinentübergreifende Grippeepidemien (sogenannte Pandemien) auftreten, die eine große Zahl von Todesopfern fordern können. So starben zwischen 1918 und 1920 22 Millionen Menschen an der spanischen Grippe. Die letzte Pandemie (Schweinegrippe), die durch das Influenzavirus A/H1N1 verursacht wurde, hatte jedoch einen deutlich schwächeren Verlauf.

  • Inkubationszeit: 1– 2 Tage
  • Symptome: Grippe führt üblicherweise zu Husten, Halsschmerzen, Schnupfen, Gliederschmerzen, Fieber und seltener Schüttelfrost. Typisch ist der plötzliche Krankheitsbeginn. Bei schweren Verläufen kommt es vor allem zu Komplikationen der Lunge.
  • Behandlung: Es werden nur die Symptome behandelt.
  • Erreger: Virus (Influenzaviren A, B und C)
  • Infektionsweg: Überwiegend Tröpfcheninfektion

Impfung: Die Impfung gegen Influenzaviren muss jährlich wiederholt werden, da sich die Viren von Jahr zu Jahr stark verändern können. Deshalb wird kontinuierlich beobachtet, welche Influenzaviren beim Menschen, aber auch bei Tieren zirkulieren. Die Ergebnisse dieser Beobachtungen werden an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeldet, die jeweils für die Nord- und Südhalbkugel eine entsprechende Zusammensetzung des Impfstoffs empfiehlt. Impfstoffhersteller erhalten von der WHO die für die Produktion benötigten Virusstämme. Es trifft daher nicht zu, dass ein Hersteller „bessere“ Viren für die Impfstoffproduktion erhält als ein anderer. In der Vergangenheit war die Empfehlung für die Zusammensetzung des Impfstoffs der WHO gut zutreffend. Die Impfung soll Ende September bis Dezember durchgeführt werden, damit der Schutz rechtzeitig vor der Grippesaison aufgebaut wird. Grippeimpfungen sieht die STIKO-Empfehlung insbesondere für Risikogruppen vor, das heißt chronisch Kranke oder ältere Menschen über 60 Jahre.