Hepatitis B

Hepatitis B ist eine Infektionskrankheit der Leber.

Besonders gefährdet sind medizinisches Personal, Drogenabhängige, Personen mit häufig wechselnden Sexualpartnern und Angehörige eines an Hepatitis B Erkrankten.

 

 

 

  • Inkubationszeit: Zwischen 40 und 200 Tagen
  • Symptome: Erst beginnt Hepatitis B mit allgemeinem Unwohlsein und Appetitlosigkeit, Erbrechen und Fieber. Danach verfärbt sich der Urin meist dunkel. Die Krankheit kann in eine chronische Form übergehen, es kann zu schweren Leberschädigungen kommen, wodurch Gelbsucht verursacht wird.
  • Behandlung: Beim Verdacht einer frisch erfolgten Infektion kann eine Behandlung mit Antikörpern durchgeführt werden (passive Immunisierung). Auch für die chronische Hepatitis B steht eine Therapie zur Verfügung, die allerdings nur bei einem Teil der Patienten zur Ausheilung der Krankheit führt. Gegenwärtig sind neue antivirale Substanzen in der Erprobung.
  • Erreger: Virus (Hepatitis-B-Virus)
  • Infektionsweg: Austausch von Blut, Speichel, Sperma, Vaginalsekret (am häufigsten verursacht durch ungeschützten Geschlechtsverkehr) sowie durch verunreinigtes Drogenbesteck.

Impfung: Weltweit leiden zwischen 300 und 420 Millionen Menschen am Hepatitis-B-Virus, da dieser eine chronische Erkrankung nach sich ziehen kann. Die Erkrankungszahlen in Deutschland sind in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. 2010 wurden 749 neue Erkrankungen gemeldet, davon 66 in Baden-Württemberg. Es ist anzunehmen, dass dieser Trend mit einem verbesserten Impfschutz einhergeht. Dennoch ist die Impfquote in Deutschland immer noch ungenügend. Die STIKO empfiehlt eine Grundimmunisierung im Kleinkindalter, die lebenslang nicht mehr aufgefrischt werden muss.