Keuchhusten

Keuchhusten ist eine bakterielle Infektionskrankheit der Atemwege, die bei Säuglingen mit lebensbedrohlichen Hustenanfällen einhergeht.


Es besteht eine sehr hohe Ansteckungsrate. Der Erreger heftet sich an die Schleimhäute des Atemtrakts, bewirkt dort Zellschädigungen und sondert einen Giftstoff ab, der die Krankheitssymptome hervorruft. Jährlich sterben weltweit Hunderttausende an Keuchhusten, in Deutschland sind Todesfälle allerdings selten. Hauptsächlich betroffen sind Kinder. Aber auch Erwachsene können an Keuchhusten erkranken.

  • Inkubationszeit: Zwischen 7 und 20 Tagen
  • Symptome: Die ersten zwei Wochen eher leichtere grippeähnliche Symptome wie Niesen, Schnupfen, Husten oder manchmal Heiserkeit. Danach circa 4 – 6 Wochen lang starke Hustenanfälle und Auswürgen von zähem Schleim. Erst nach dieser Phase klingt der Husten langsam wieder ab.
  • Behandlung: Einnahme von schleimlösenden Mitteln, Sicherstellung der Atmung, im frühen Stadium Gabe von Antibiotika.
  • Erreger: Bakterien (Bordetella pertussis)
  • Infektionsweg: Tröpfcheninfektion (z. B. Husten, Niesen oder Sprechen)

Impfung: Gegen Keuchhusten, wie auch gegen Diphtherie, Tetanus, Polio, Haemophilus influenzae Typ b und Hepatitis B, ist es möglich, einen 6-fach-Impfstoff zu spritzen. Durch solche Kombinationsimpfungen kann man die Zahl der Injektionen begrenzen. Die Impfquoten bei Kindern steigen zwar kontinuierlich, es gibt aber Jugendliche, Erwachsene und auch Kinder, die noch keinen ausreichenden Impfschutz haben.